Fokusthema - Digitale geschlechtsspezifische Gewalt
Jedes Jahr vom 25. November bis 10. Dezember engagieren sich über 300 Organisationen in der Schweiz gegen geschlechtsspezifische Gewalt. Die Kampagne wird von Frieda – der feministischen Friedensorganisation – koordiniert, die seit 18 Jahren in der Deutschschweiz und seit vier Jahren in der gesamten Schweiz aktiv ist. Jedes Jahr wird ein Aspekt von geschlechtsspezifischer Gewalt beleuchtet, der ansonsten ignoriert wird. Im Jahr 2026 konzentriert sich die Kampagne auf digitale geschlechtsspezifische Gewalt.
Digitale Gewalt ist echte Gewalt.
Digitale Gewalt wird nicht nur in digitalen Räumen verübt, sondern auch durch Technologie: Online-Belästigungen, Drohungen, Hasskampagnen, die nicht einvernehmliche Verbreitung intimer Bilder (in Umgangssprache auch «Revenge Porn» genannt), Cyberstalking, digitale Überwachung oder Kontrolle.
Diese Formen der Gewalt betreffen insbesondere Frauen und Menschen, die aufgrund ihres Geschlechts diskriminiert werden, unabhängig von ihrem Alter.
In der Schweiz wird die digitale Gewalt in Statistiken und Schutzmassnahmen noch nicht ausreichend berücksichtigt. Dabei sind ihre Folgen real und konkret.
Deshalb werden wir während der «16 gegen Gewalt an Frauen» 2026 die digitale geschlechtsspezifische Gewalt in den Mittelpunkt rücken. Denn digitale Räume sind Teil des öffentlichen Raums, und jede*r muss sich dort frei äussern und teilhaben können, ohne Gewalt ausgesetzt zu sein.
Setz auch du dich ein! Nimm an Veranstaltungen und Aktionen der Kampagne teil. Sprich über Gewalt - sei es in der Familie, mit deinen Freund*innen oder Bekannten, bei der Arbeit oder in den sozialen Medien #16tage.
Starte deine eigene Aktion, als Einzelperson oder mit deiner Organisation. Es gibt viele Möglichkeiten: Unser Material aufhängen oder verteilen, öffentliche Gesprächsrunden organisieren oder dich künstlerisch gegen digitale Gewalt einsetzen. Nur gemeinsam können wir unsichtbare Gewalt sichtbar machen.
In Notfallsituationen
Polizei: 117
Ambulanz: 144
Feuerwehr: 118
Benötigst du Hilfe oder Beratung aufgrund erlebter Gewalt?
142 – Opferhilfe
Nationale, kostenlose, vertrauliche und anonyme Hotline, rund um die Uhr und an sieben Tagen in der Woche erreichbar seit Mai 2026. Für alle Personen, die körperliche, psychische oder sexualisierter Gewalt erlebt haben (im privaten oder öffentlichen Bereich), sowie für deren Angehörige und Freund*innen. Die 142 ist keine Notrufnummer. Es erfolgt keine Geolokalisierung der Anrufenden und es können keine direkten Rettungsdienste aufgeboten werden.
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